Schritt 3:

Die Profiltiefe mit der Vorlieksspannung bestimmen

Sobald Sie die allgemeine Profilstiefe des Segels eingestellt haben, gilt es im nächsten Schritt den Bereich der maximalen Wölbung auszurichten. In den meisten Windbedingungen ist das Ziel, die Wölbungauf 50% der Strecke zwischen Vorliek und Achterliek zu platzieren. Dies wird normalerweise mit der Spannung des Cunninghams erzielt. Das Cunningham erzeugt Spannung am Vorliek des Großsegels, was die Position der Wölbung definiert. Ziehen Sie das Cunningham dichter, um die Wölbung weiter nach vorne zu verlagern; lösen Sie das Cunningham, um die Wölbung weiter nach hinten zu verlagern (siehe unten). Generell gilt, je stärker die Mastkrümmung, desto stärker muss das Cunningham angezogen werden, um die Wölbung an der richtigen Stelle zu haben. Auch bei einem älteren Großsegel muss man das Cunningham stärker anziehen, denn mit dem Alter des Segels verlagert sich die Wölbungweiter nach hinten. 

© North Sails
Bei leichten Winden sollte das Cunningham ziemlich locker sein. Ein paar „Geschwindigkeitsfalten“ am unteren Teil des Vorlieks stören nicht weiter. Denken Sie daran, dass Sie das Cunningham zu verwenden, um die Position des Profils zu bestimmen, und nicht, damit das Segel schön aussieht. Bei wenig Wind ist es möglicherweise sogar eforderlich, das Großfall etwas sacken zu lassen (insbesondere auf dem Vorwind-Kurs), um eine angemessene Vorliekspannung zu bekommen.

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